Update April 2024 – Das zweite Gartenprojekt

Monika schrieb aus Gambia am 08. April 2024:

Vom 16. März bis 10. April waren elf Mitglieder, Freunde und Sponsoren des Vereins „Bützower für Gambia e. V.“ bei unseren Freunden in Gambia zu Besuch.

Wichtiges Anliegen dieser Reise war, für zirka 30 Frauen des Dorfes Labakorreh, ein zweites Gartenprojekt zu ermöglichen. Dazu hatten wir bei der Stfitung Natur und Umwelt (NUE) einen Förderantrag gestellt, der kurz vor unserer Abreise bewilligt worden war. Nur durch dieses Geld konnten wir das Projekt realisieren.

Unser Organisator vor Ort hatte vorausschauend bereits eine Solarfirma gefunden, die den Wasserturm baute. Ein Tag nach unserem Eintreffen in Gambia wurde schon mit der Arbeit begonnen. Innerhalb von zwei Tagen war die Arbeit erledigt: die Wasserleitungen zu den noch im Bau befindlichen vier Wasserspeichern waren gelegt. Riesig war die Freude bei den Frauen, als das erste Wasser lief. Eine andere Gruppe begann mit dem Bau des Zaunes. Der Schweißer im Dorf fertigte die Eingangstore. Diese Arbeiten waren gestern erledigt.



Die Gartenfläche wurde vom Amt für Grundbucheintragungen, in unserer Anwesenheit vermessen. Die Eintragung erfolgt dann in einigen Wochen.

Unser Verein schloß mit dem Alkalo (Bürgermeister) und der Kooperation der Frauen im Gartenprojekt eine Vereinbarung ab, aus der hervorgeht, dass das Land den Frauen kostenlos, in Eigenverantwortung, zur Verfügung gestellt wird, und keine Pacht erhoben werden darf.

Für viele Frauen im Dorf ist es die einzige Möglichkeit, selbständig zum Familienunterhalt beizutragen und eigenes Einkommen zu erwirtschaften.

Die offizielle Übergabe des Gartens an die Frauen fand am 7. April statt. Nach dem Ramadan, der Fastenzeit der Muslime, wird der Garten bestellt, so dass vor der Regenzeit noch eine Ernte möglich ist.

Wir sind überzeugt, dass unser zweites Women‘s Garden Projekt genauso erfolgreich wird, wie das erste Projekt schon ist.

Vor 24 Jahren haben wir damit begonnen, eine Nursery School (Vorschule) zu finanzieren und zu unterhalten, das bleibt das Hauptanliegen des Engagements unseres Vereins in Gambia. Fünf Lehrerinnen und Lehrer und drei Köchinnen sorgen sich um das Wohl der Kinder und bereiten die Kinder gut auf die Schule vor. Wir beschlossen nun, eine Gehaltserhöhung zu gewähren. Diese liegt im mittleren Bereich eines Angestellten in dieser Berufsgruppe in Gambia. Für uns bedeutet das, im Monat 100 Euro mehr Spendengelder aufzubringen.

Vier Jugendlichen erhalten eine Förderung, um einen Berufsabschluss machen zu können.

In der Woche, in der alle Freunde des Vereins vor Ort waren, organisierten wir auch für die Kinder das ersehnte Strandfest, sowie die Exkursion für die Abschlussklasse. Die Patenfamilien wurden besucht und Lebensmittel verteilt.

Während dieser Zeit erlebten wir das wahre Leben in einem Land, welches zu den ärmsten Ländern der Welt zählt. Tief beeindruckt kehrten unsere Freunde nach Deutschland zurück. Malve und ich erledigen die letzten Arbeiten und fliegen in zwei Tagen schweren Herzens in die Heimat zurück.